Isomatten


Beim Trekking oder Camping sind Iso- bzw. Isoliermatten unverzichtbar.
Sie dienen hauptsächlich der Wärmeisolation, die durch kleine Luftpolster im Inneren der Matte realisiert wird, und erhöhen den Liege- und Schlafkomfort, zum Beispiel auf hartem, unebenem Waldboden.
Isomatten transportiert man am Besten in einem Packsack, der meist zum Produkt dazugehört, also im Lieferumfang inbegriffen ist.

Am preisgünstigsten sind wohl Isomatten aus einfachem Polyethylen (PE) bzw. Schaumstoff. Diese sind jedoch nicht gerade langlebig und man muss sie häufig austauschen, da sie anfällig für Dellen sind und dem Druck des Waldbodens sowie des Körpers, der auf ihnen liegt nicht lange standhalten. Daher spricht man hier auch von "Einweg-Isomatten".
Besonders empfindlich sind sie auch gegen Sonnenstrahlung.

Polyethylen kann erhebliche Qualitätsunterschiede aufweisen.

Isomatten aus geschlossenzelligem PE- oder EVA-Schaum (Ethylen Vinyl Acetat) sind nämlich zum Beispiel elastischer und beständiger. Zudem nehmen sie auch kein Wasser auf.

Desweiteren gibt es seit den 70er Jahren noch Isomatten, die sich selbständig mit Luft füllen. Sie bestehen häufig aus offenzelligem PU-Schaum (Polyurethan), der sehr weich ist. Sie bieten den wohl höchsten Liegekomfort. Je nach Bedarf kann man hierbei nämlich mehr oder weniger Luft einlassen.
Nachdem sich die Matte selbsttätig aufgeblasen hat, kann man durchaus manuell noch etwas mehr Luft hinzupusten oder etwas Luft ablassen.
Eine spezielle Beschichtung auf der Unterseite soll bei selbstaufblasenden Isomatten schmutzabweisend wirken und verhindern, dass sich die Isomatte auf dem Boden verschiebt und ständig wegrutscht. Ein Nachteil hingegen ist, dass man diese Modelle lange in ausgerolltem Zustand lagern sollte, damit sie beständig bleiben. Die Außenschicht darf auf keinen Fall beschädigt werden, da sämtliche Funktionen dadurch eingeschränkt werden.

Es gibt auch noch günstige Alu-Isomatten, die jedoch nur eine sehr geringe Isolationsleistung aufweisen und sich auf Grund dieser Eigenschaft nur für das Camping im Sommer oder in warmen Gefilden eignen.

Heutzutage sind auch noch Isomatten erhältlich, die lediglich zur Hälfte mit Luft gefüllt sind. Die andere Hälfte wird mit Daunen ausgefüllt, die schließlich auch gut komprimiert werden können und das Packmaß somit nicht beeinträchtigen.

Erhebliche Vorteile der Isomatten gegenüber herkömmlichen Luftmatratzen sind das geringe Gewicht, die Möglichkeit die Matte zusammenzurollen und auf Grund eines geringen Packmaßes Platz zu sparen sowie die Tatsache, dass man sie einfach nur ausrollen und sich darauflegen muss, um sich auszuruhen. Man muss also nicht erst lange Luft in die Matte pumpen. Außerdem fehlt bei Luftmatratzen die Wärmeisolation völlig.

Isomatten bieten also einen Komfort, auf den man heutzutage beim Camping nicht mehr verzichten muss und möchte.
Die meisten Isomatten sind auf der Unterseite zudem noch etwas klebrig oder besitzen Anti-Rutsch-Noppen, um nicht zu verrutschen.

Nicht nur die Materialien, sonder auch die Form der Matten sowie die Oberflächenstruktur variieren von Hersteller zu Hersteller. Aufgeraute Oberflächen machen die Matte zum Beispiel richtig kuschelig.
Da nicht jeder Mensch gleich groß und breit ist, variieren beim Angebot von Isomatten auch diese Maße.

Neben der Standardgröße "regular" von 1.8m Länge und ca. 55cm Breite gibt es auch Übergrößen, XL-Formate bzw. das Format "large", Doppel-Isomatten für 2 Personen, und solche die sich speziell für Damen eignen. Letztere sollen den Körper nämlich noch wärmer halten.
Selbstverständlich gilt hierbei die Regel: Je größer, desto schwerer.
Jedoch kann die Doppelisomatte durchaus für romantische Stunden sorgen. Die frische Luft, eventuell ein Lagerfeuer und der Sternenhimmel sind hierbei auch gute Nebenerscheinungen.

Was das eigentliche Gewicht angeht, so sind 500g der Durchschnitt bei standardgroßen Isomatten. Man kann also durchaus längere Strecken mit ihnen im Gepäck zurücklegen.